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"Who is who" in der Welt von STAR TREK

 

 

Die Crew

 

STAR TREK Classic

Die Crew des Raumschiffs Enterprise aus der STAR TREK Classic Serie besteht aus Kapitän James Tiberius Kirk, dem Wissenschafts- und 1. Offizier Mr. Spock, dem Schiffsarzt Dr. McCoy, dem Technischen und 2. Offizier Montgomery Scott, dem Navigator Hikaru Sulo, dem Navigator und Waffenleitoffizier Pavel Chekov und dem Nachrichtenoffizier Nyota Uhura.

 

Captain James Tiberius Kirk ist ein dynamischer Haudegen mit Humor, der gerne etwas gefährlich lebt, indem er des öfteren zuerst auf unbekannten Planeten landet und auch Frauen gegenüber ganz und gar nicht abgeneigt ist. Er repräsentiert politisch gesehen eine technologisch, imperialistische Gesellschaft, die stark und aggressiv ist, sich jedoch nur für das "Gute" einsetzt, wobei zu fragen ist, was "gut" bedeutet und wer es wirklich ist. Seine Rolle gegenüber unterentwickelten Völkern im All ist die eines Vaters, der seine Kinder vor Unheil beschützen will, natürlich immer mit dem Hintergedanken, daß die Erzfeinde, die Klingonen, auf nicht noch einer weiteren Welt Fuß fassen können. Seine Ideologie wird in der STAR TREK Classic Serie nicht als Ideologie sondern als Wahrheit verkauft. Aus amerikanischer Sicht ist er der geborene Abenteurer, der den amerikanischen Pioniergeist in sich trägt, um neue Landstriche (Weltraumgebiete?) urbar zu machen.

Captain Kirk symbolisiert aus feministischer Sicht gesehen den archetypischen männlichen Wanderer, der von einem Ende der Milchstraße zum anderen reist und Frauen liebt und verläßt, um nicht zu sagen sitzen läßt.

Kirk ist der ungebundene Abenteurer und James Bond des Weltalls, immer leicht aggressiv.

Ernest Hemmingway sagt über Captain James T. Kirk, daß diese Figur die aufregendste Gestalt einer Abenteuerserie sei, die er je gesehen habe. Kirk sei für ihn eine Art Kapitän Hornblower des Science Fiction gewesen.

 

Spock ist halb vulkanischer halb irdischer Abstammung und ein reiner Logiker, der sehr schnell analytisch entscheiden kann. Zudem ist er ein profunder Kenner der irdischen Literatur (besonders Shakespeare). Aufgrund seiner Abstammung und seines logischen, vulkanischen Intellekts muß Spock gegen viele menschliche Vorurteile kämpfen und diese, so gut es geht, entkräften. Er versucht ein möglichst vollkommener Vulkanier zu sein und seine Gefühle unter Kontrolle zu halten. Von Zeit zu Zeit überwältigen ihn jedoch seine menschlichen Gefühle. Patricia Frazer Lamb und Diana L. Veith charakterisieren Spock in ihrem Buch "Romantic Myth, Transcendence, and STAR TREK Zines" als eine Art Chingachgook, der mit seinem weißen Freund Kirk die "weibliche" Zivilisation verläßt, um Abenteuer und Vergessen in einem gefährlichen Grenzgebiet zu finden. Sein emotionaler Kontrahent ist Dr. McCoy, der immer wieder versucht, aus dem logischen Vulkanier den emotionalen Menschen herauszulocken.

 

Dr. McCoy, genannt "Pille", ist oft das "Gewissen" von Captain Kirk und macht diesen häufig auf die Belange der Mannschaft aufmerksam. Er hat eine scharfe Zunge, trockenen Humor und führt gerne Rededuelle mit Mr. Spock, die er fast immer verliert. Diese Streitigkeiten sind nach Harvey R. Greenberg der Versuch, den bei uns Menschen immerwährenden Generationenkonflikt zu karikieren. In den Worten der Transaktionsanalyse gesprochen, agieren McCoy und Spock aus dem Modell des "Funktionalen Ich" heraus. Während Spock das nüchterne, sachliche und realistische "Erwachsenen-Ich" repräsentiert, reagiert McCoy in der Rolle des spontanen, manchmal egoistischen aber dann auch kreativen "freien Kind-Ichs", welches ab und an auch droht, in den Zustand des aggressiven, aufsässigen "rebellischen Kind-Ichs" zu verfallen. Aus der Kombination dieser gekreuzten oder verdeckten Transaktionen ergibt sich die besondere Persönlichkeit dieser Beziehung zueinander, die zu einem ganz bestimmten "STAR TREK Humor" geführt hat, der oft nur Eingeweihten zugänglich ist.

 

Montgomery Scott, auch "Scotty" genannt, ist der geniale Maschinist, dem im Notfall ein Stückchen Klingeldraht reicht, um einen Super-Generator zu konstruieren. Er liebt schottischen Whisky, Frauen und natürlich seine Maschinen, für die er alles andere vergißt.

 

Pavel Chekov ist ein sehr agiler Russe, der gerne Vodka trinkt und für den alle Errungenschaften der Welt aus seiner Heimat stammen.

Pavel Chekov kam erst nach einem Jahr (in der 2. Staffel) zur Serie. Gene Roddenberry hatte in einer sowjetischen Zeitung, der Prawda, folgendes gelesen: "Diese verdammten Amerikaner und ihr Raumschiff Enterprise. Wir waren die ersten am Himmel aber sie haben nicht einmal einen Russen in ihrer Mannschaft!", . Daher wurde von Roddenberry ein Russe in die Serie mit aufgenommen, um auch den Erzfeind der Amerikaner in die STAR TREK Welt zu integrieren. Andere Quellen behaupten jedoch, daß diese Information durch Roddenberry ein reiner PR-Gag gewesen sei. Die offizielle Verlautbarung von NBC zur Aufnahme von Chekov in das STAR TREK Team war die, daß ein Chefkorrespondent der Prawda sich nach dem Sehen einer STAR TREK Folge in Deutschland brüskiert gezeigt habe, da schließlich und endlich die Russen die erste Nation gewesen sei, die einen Menschen ins All geschickt habe, und daß doch wohl gewiß auch ein Russe an Bord der Enterprise sein müsse. Daraufhin hätten Roddenberry und NBC gehandelt und Chekov in die Crew aufgenommen.

 

Hikaru Sulu ist der Steuermann und Navigator auf der Brücke der Enterprise. Er ist Asiate, sammelt Waffen und an Botanik interessiert. Er zweifelt nie an einem Befehl seines Captains.

 

Nyota Uhura ist die junge schöne Afro-Amerikanerin, die gerne vor sich hinsingt und die Brückenmannschaft mit ihren schönen, langen Beinen entzückt. Ihre Rolle war aber viel mehr, denn sie führte zu einer Aufwertung der schwarzen amerikanischen Bevölkerung der USA. Hier war wohl erstmals eine schwarze Amerikanerin zu sehen, die es zu etwas gebracht hatte und als Offizier eine Führungsposition innehatte. Daher war Uhura für viele Schwarze eine Person, die aus ihrem gesellschaftlichen Umfeld kam und mit der sie sich identifizieren konnten, um in den 60ger und 70ger Jahren an eine positivere Hoffnung ihrer sozialen und politischen Situation glauben zu können.

 

 

STAR TREK The Next Generation

 

Die Crew der STAR TREK - The Next Generation Serie besteht aus Kapitän Jean-Luc Picard, dem 1. Offizier Commander William Riker, dem Wissenschaftsoffizier Lt. Commander Data, dem Schiffscounselor Deanna Troi, dem Sicherheitsoffizier Lt. Worf, dem Technischen Offizier Lt. Geordi La Forge und der Schiffsärztin Dr. Beverly Crusher.

 

Captain Picard hat familiär gesehen einen französischen Hintergrund, was unter anderem auch eine Hommage an Jacques Cousteau und andere französische Forschungsreisende sein sollte. Er wird sogar von einigen Betrachtern als Renaissance-Mensch gesehen, da er gleichzeitig ein brillanter Captain, der geborene Archäologe, ein erfahrener Forscher und ein unübertrefflicher Diplomat ist. Er hat sich immer in der Gewalt, ist berechnend, aber gerecht und setzt sich für seine Mannschaft auch in ausweglosen Situationen ein. Picard hat sich hundertprozentig der "Prime Direktive" (s. S. 22) verschrieben und handelt auch nach ihr. Er ist ein Freund klassischer Musik und Shakespeares. Seine Crew wird als Team behandelt und Aktionen werden erst nach einem Meeting und einer Stellungnahme des Teams beschlossen. Captain Picard besitzt somit viele Charakterzüge, die viele Zuschauer gerne von ihrem Chef erwarten würden oder auch selber gerne besitzen möchten.

 

Riker stellt den charmanten Typus des Frauenhelden dar (aber nicht so penetrant wie Captain Kirk). Er ist der Erste Offizier, eine willensstarke Führungspersönlichkeit und ein absolut loyaler Mitarbeiter Picards. Er ist der konventionsloseste Charakter an Bord und immer ein wenig risikobereit und abenteuerlustig. Daher führt auch immer er die Außenteams an, während Captain Picard im Gegensatz zu Captain Kirk an Bord des Schiffes bleibt. Seine Hobbys sind der Jazz und das Pokerspiel.

 

Geordi La Forge ist mit zwei "Makeln" "behaftet". Er ist erstens ein Schwarzer und zweitens auch noch körperbehindert: Er ist blind. Geordi ist der Technische Offizier der Enterprise und Navigator. Er benutzt einen Visor, ein Implantat, um durch ein elektromagnetisches Spektrum sehen zu können. Seine Hobbys sind natürlich die Technik und die Segelschiffe der Vergangenheit.

 

Lieutenant Commander Data ist ein Android - eine künstlich geschaffene Persönlichkeit, die zwar keine Fähigkeit hat, menschliche Gefühle zu empfinden, jedoch aufgrund seiner Komplexität ein eigenes Bewußtsein entwickelt hat. Data ist an Bord der Enterprise eigentlich das "Mädchen für alles", da er aufgrund seines enzyklopädischen Wissens sowohl als Wissenschaftsoffizier als auch als Rudergänger eingesetzt werden kann. Er ist wie Pinochio, etwas hölzern und unbeholfen und besitzt den Wunsch, menschlich zu sein.

Data ist wohl der empfindsamste und zugleich liebenswerteste Charakter in STAR TREK - The Next Generation und das, obwohl er nur eine Maschine zu sein scheint. Er ist die Synthese aus Technologie und organischer Materie. Nicht fähig zu lügen, ist er durch seine Programmierung gezwungen, immer die Wahrheit zu sagen, was ihn für den Zuschauer als einen wahren Freund erscheinen läßt, der einem nie die Wahrheit vorenthalten würde und damit völlig integer ist. Da er keine Emotionen empfinden kann, würde er niemanden jemals aus irgendwelchen emotionalen Entscheidungen "fallen lassen" oder verurteilen.

Die Figur des Lt. Commander Data ist unglaublich schnell zu einer Ikone der "Pop-Kultur" der 90ger Jahre geworden.

Er ist wohl am ehesten mit der Figur des Spock aus STAR TREK Classic vergleichbar. Da beide nicht vollends menschlich sind, müssen sie gegen Vorurteile und auch Ablehnung kämpfen, obwohl sie von der Gemeinschaft in der sie leben vollkommen akzeptiert und anerkannt sind.

Der Androide Data steht, historisch gesehen, in einer Reihe mit anderen filmischen Vorgängern, angefangen bei Metropolis bis hin zu Blade Runner. Interessanterweise stehen diese Figuren immer als Symbole für Verfolgtsein und ein Leben ohne (Menschen-)Rechte, da sie keine Lebewesen sind. Data muß sich eben diese Anerkennung erkämpfen und kann somit auch symbolisch für alle Unterdrückten gesehen werden.

 

Dr. Chrusher, die Schiffsärztin, ist häufig die Stimme der Vernunft an Bord des Schiffes, eine Art Gewissen, wobei sie in der Krankenstation den Lebewesen an Bord oft zeigen muß, daß auch sie sterblich sind und nicht zur Selbstüberschätzung neigen sollten. Sie ist eine alleinerziehende Mutter, die sich in einer weitgehend männlichen Umgebung durchsetzen muß.

 

Deanna Troi ist der Schiffscounselor, also eine Psychologin, die sich mit den Problemen der Mannschaft befaßt. Sie ist der menschliche Ingenieur, der "Seelenklempner" an Bord. Da sie halb-menschlich und halb-betazoid ist, hat sie empatische Fähigkeiten, die es ihr oft erleichtern, Entscheidungen zu treffen. Eine ihrer weiteren Aufgaben ist die Unterstützung Captain Picards bei der Einschätzung von Verhandlungspartnern. Sie vertritt in allen Belangen eine sehr weibliche Sichtweise aller Dinge.

 

Worf ist der kriegerische Klingone, der ehemalige Feind, der zwischen zwei Welten lebt. Als Kind wurde er verwaist in einer überfallenen Klingonensiedlung aufgefunden und von der Familie Rozhenko, seinen menschlichen Adoptiveltern auf der Erde großgezogen. Er dient auf der Enterprise als Sicherheitschef. Worf ist barsch, militärisch kurz angebunden, äußerst korrekt aber dennoch bei der Crew beliebt. Pflichterfüllung, Treue und Ehre gegenüber seinem Vorgesetzten sind seine herausragenden Charaktereigenschaften. Seine Person ist für Lea R. Vande Berg eine Mischung aus amerikanischem Indianer, japanischem Samurai und Kamikaze Krieger, geprägt durch Werte und Traditionen.

 

In der STAR TREK Classic Serie war Captain Kirk wie ein großer Bruder zur Crew. Alle Crewmitglieder waren seine kleinen Geschwister - bis auf Spock. Der war eher so, wie ein weiser Onkel, der ab und an einige gute Ratschläge erteilt, damit es seine lieben Kleinen nicht zu hart trifft.

In der Serie STAR TREK - The Next Generation gibt es eigentlich keine Figur, die diesen großen Bruder abgeben könnte. Die ganze Crew ist eine große Familie mit einem gemeinsamen Wohnzimmer - "Zehn Vorne", dem Aufenthaltsraum mit der Bar, in dem man sich trifft und miteinander spricht, spielt und anbändelt. Captain Picard tritt als Vaterfigur auf - bestimmend, hart aber gerecht. Die Crew sind seine ihm anvertrauten Kinder.

 

Den Regisseur Robert Wiese begeisterte an STAR TREK vor allem das Image der Helden, da sie integere Charaktere aus Fleisch und Blut seien, die eine große Hoffnung in die Zukunft gesetzt haben.

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